Die verschiedenen Eingangskanäle
Jetzt haben wir schon die ganze Zeit von Daten gesprochen, die der dydaqlog Datenlogger misst und anzeigt, aber wo kriegt er diese Daten denn überhaupt her?
Der dydaqlog Datenlogger verfügt über 16 analoge Eingangskanäle und 6 Digitaleingänge. Die Anschlüsse zu diesen Eingängen finden sich an der Front des Gerätes.

Bei den Anschlüssen für die analogen Eingänge sind jeweils zwei Kanäle in einem Block zusammengefasst. Die acht Blöcke befinden sich auf der linken Seite der Front des Geräts. Auf der rechten Seite befinden sich die Blöcke für die Digitaleingänge und die Digitalausgänge. Bei der Baureihe 3 befindet sich auf dem ganz rechten Block außerdem die Modbus RTU Schnittstelle. Zum Anschluss von Sensoren siehe auch Anschlüsse. Die Phoenix-Stecker können zum Anschließen der Sensoren von der Front gelöst werden. Schieben Sie die Anschlussdrähte in die entsprechende Klemme und fixieren Sie sie mit der danebenliegenden Schraube. Die älteren Min-Combicon Stecker der Baureihen 1 und zwei haben stattdessen "Push-In-Federanschlüsse", die durch Betätigung des Drückers geöffnet und geschlossen werden können (z.B. mit einem kleinen Schraubendreher oder sehr langen Fingernägeln, Sie dürfen dabei gerne laut fluchen, mache ich auch immer, hilft manchmal).

Die Analogkanäle (siehe auch Analoge Eingänge) können jeweils für Spannungs-, Strom- oder Temperaturmessung mittels eines Thermoelements verwendet werden. Außerdem ist es möglich, Widerstände und Widerstandsthermometer zu bemessen. Bei den Geräten der Baureihen 1 und 2 ist hierzu jedoch jeweils ein weiterer analoger Eingang nötig zur Ausgabe eines Konstant-Stroms. Bei Widerstandsmessungen stehen auf diesen älteren Geräten also nur insgesamt 8 Eingangskanäle zur Verfügung. Bei der Auswahl dieser Mess-Modi sind automatisch nur die "ungeraden" Kanäle (z.B. 1, 3 usw.) verfügbar und die jeweils folgenden Kanäle deaktiviert. Bei den Geräten der Baureihe 3 können alle Analogkanäle auch für Widerstandsmessungen genutzt werden. Lediglich für Brückenmessungen sind auch bei Geräten der Baureihe 3 zwei Analogkanäle nötig, damit die Referenzspannung mit gemessen werden kann. Außerdem ist auf den Geräten der Baureihe 3 ein Pin für eine 24 V Versorgungsspannung von Sensoren vorhanden. Zu den Anschlüssen für die verschiedenen Messmodi siehe Analoge Eingänge.
Die Digitaleingänge schalten auf low (als Messwert 0 bzw. false), wenn die anliegende Spannung unter 0,8 V liegt. Sie schalten auf high (als Messwert 1 bzw. true) wenn sie über 2,4 V liegt. Dazwischen ist das Verhalten nicht definiert. Die maximal erlaubte Eingangsspannung ist 30 V (24 V nominell).
Sowohl die analogen wie auch die digitalen Eingänge werden einmal pro Messzyklus bemessen. Das Messintervall kann hierbei in der Konfiguration eingestellt werden und liegt in der Regel zwischen 0,1s und 60s. Wenn nur wenige Kanäle bemessen werden, sind auch schnellere Messungen mit einem Intervall von bis zu 0.05s, also einer Abtastrate von 20Hz, möglich.
Bei den Geräten der Baureihen 2 und 3 können die Digitaleingänge auch als Zählereingänge bemessen werden. Hierbei werden die auftretenden steigenden Flanken gezählt. Hierbei können maximal 1000 Zählimpulse pro Sekunde erfasst werden, die Impulsbreite für low und high sollte dabei 0,4 ms nicht unterschreiten. Eingelesen werden die aktuellen Zählerstände allerdings mit dem in der Konfiguration eingestellten Messintervall.