Wollen Sie Daten über Modbus RTU von einem Gerät einlesen, das nicht explizit unter Modbus RTU (Gerät) unterstützt wird, so benutzen Sie stattdessen den Eingangstyp Modbus RTU (allgemein). In diesem Fall benötigt der dydaqlog Datenlogger einige zusätzliche Informationen dazu, unter welchen Adressen und in welchem Format die Daten genau von dem Gerät zur Verfügung gestellt werden. Angaben hierzu sollten Sie im Handbuch des jeweiligen Geräts finden können.



Für manche Hersteller kann (und sollte) bei Betriebsart der Name des Herstellers eingetragen werden. Ist der Hersteller des benutzten Sensors dort nicht aufgelistet, kann eine der beiden mit Allgemein bezeichneten Betriebsarten verwendet werden.


Die Unterscheidung zwischen Allgemein Big Endian und Allgemein Little Endian beschreibt, in welcher Reihenfolge die einzelnen Bytes eines Wertes übertragen werden. Dabei steht „Big Endian“ für „das höherwertige Byte (Most Significant Byte, MSB) wird zuerst übertragen“ und „Little Endian“ für „das niederwertige Byte (Least Significant Byte, LSB) wird zuerst übertragen“. Eine entsprechende Angabe sollte in der Dokumentation des Sensors zu finden sein.


Beispiel: Der Zahlenwert 4660 entspricht in 16-Bit hexadezimaler Schreibweise dem Wert 0x1234 und setzt sich aus dem höherwertigen Byte 0x12 (entspricht 18 dezimal) und dem niederwertigen Byte 0x34 (entspricht 52 dezimal) zusammen. Bei Big Endian würde zuerst der Wert 0x12 und dann der Wert 0x34 übertragen, bei Little Endian anders herum, also zuerst 0x34 und dann 0x12. Wenn Endian falsch (also anders als für den angeschlossenen Sensor erforderlich) eingestellt ist, würde der Wert nach der Übertragung fälschlich als 0x3412 interpretiert, das entspricht dezimal 13330. Generell können „unsinnige“ Werte darauf hindeuten, dass der Endian falsch eingestellt sein könnte.


Die Beschreibung für die Datenquelle können Sie frei vergeben, sie darf jedoch nicht leer sein.


Danach können Sie im unteren Teil des Dialogs die Kanäle definieren, die Sie importieren möchten. Hierfür ist etwas Hintergrundwissen zum Modbus Protokolls sinnvoll, sie finden eine kurze Einführung unter Kurze Erklärung des Modbus-Protokolls.


Vergeben Sie für den gewünschten Kanal einen Namen (dieser muss der dydaqlog Konvention für Kanalnamen entsprechen, d.h. er darf nur aus Buchstaben, Unterstrichen und Zahlen bestehen, muss eindeutig sein und mit einem Buchstaben beginnen). Die Beschreibung können Sie frei vergeben oder auch leer lassen. Hier sind, wie bei allen Kanalbeschreibungen auch Groß- und Kleinschreibung, Leer- und Sonderzeichen möglich.


Der Kanaltyp kann float, boolean oder string sein. Importieren Sie Integer- und Festkommawerte ebenfalls als float, sie werden beim Import automatisch umgewandelt.. Bei float Kanälen können Sie eine Einheit und eine Skalierung angeben. Die Skalierung kann linear über zwei Punkte erfolgen. Außerdem ist eine lineare Anpassung über Faktor und Offset möglich. Ähnlich wie bei den anderen Eingangskanälen muss die Skalierung durch Anhaken der Checkbox aktiviert werden.



Sie können einen Default angeben, der für den Kanal verwendet wird, falls der Wert nicht gelesen werden kann. Die Adresse für das auszulesende Register entnehmen Sie der Herstellerdokumentation für den Sensor. Bei float Kanälen müssen Sie außerdem angeben, wie die Werte in dem Register kodiert sind (siehe auch hier Kurze Erklärung des Modbus-Protokolls). Bei string Kanälen geben Sie bitte die (maximale) Länge des Strings an, also, wie viele aufeinander folgende Register ausgelesen werden müssen. Drücken Sie auf Zufügen, um den Kanal anzulegen. Die Zeile wandert in den oberen Teil der Tabelle und es entsteht eine neue Leerzeile, in der sie den nächsten Kanal anlegen können.


Wenn Sie alle Kanäle definiert haben, schließen Sie den Einstellungsdialog durch drücken der Schaltfläche Übernehmen.