Modbus ist ein weiteres Standardprotokoll, um Daten von einem Gerät zum anderen zu übertragen. Dies kann entweder über eine Netzwerkverbindung (TCP) oder über eine RS485 Schnittstelle (RTU) geschehen. Die dydaqlog Datenlogger der ersten und zweiten Hardwaregeneration verfügen nicht über eine RS485 Schnittstelle, es ist aber möglich, einen externen Umsetzer zu benutzen, um trotzdem Daten mit Geräten auszutauschen, die nur Modbus RTU beherrschen. Sprechen Sie dazu im Zweifel unsere Vertriebsmitarbeiter an. Die Geräte der Baureihe 3 verfügen über eine eigene RS485 Schnittstelle, die sich auf dem äußeren rechten Anschlussblock an der Front befindet. Auf diesen Geräten ist auch keine weitere Softwareoption für den Import bzw. Export von Daten über Modbus RTU nötig.


Ähnlich wie MQTT kann der dydaqlog Datenlogger auch das Modbusprotokoll für verschiedene Aufgaben nutzen: zum einlesen von Daten von externen Sensoren oder anderen Geräten, zum aktiven Ausgeben von Daten an entsprechende Ausgangsmodule und es können Daten in Modbus-Registern bereitgestellt werden, die dann von außen abgefragt werden können. Für jeden dieser Anwendungsbereiche gibt es eine eigene, korrespondierende Softwareoption.


1) Die Option "Daten von externen Eingängen über Modbus TCP einlesen" erlaubt es, Daten von einem Messmodul oder ähnlichen Gerät per Modbus TCP (oder mit einer externen Umsetzer von RTU auf TCP auch von Geräten, die nur Modbus RTU unterstützen) einzulesen und einem neuen Kanal zuzuweisen, der dann innerhalb des Loggers wie ein nativer Messkanal genutzt werden kann. Das kann ein analoger (float) oder digitaler (bool) Eingangskanal sein. Das Einlesen von Strings über Modbus TCP ist mit dieser Erweiterung ebenfalls möglich, allerdings sind die Möglichkeiten der Weiterverwendung dieser Strings auf einige einfache Möglichkeiten wie die Anzeige im Dashboard oder das Loggen begrenzt. Das Modbus Protokoll ist sehr schlank und einfach zu handhaben, wird aber von verschiedenen Herstellern von Messhardware unterschiedlich interpretiert bzw. ergänzt. Deswegen haben wir für einige bei unseren Kunden häufig eingesetzten Hersteller und Produktfamilien spezielle Modi erstellt. Wenn Sie ein Gerät einsetzen möchten, das bisher noch nicht ohne weiteres vom dydaqlog Datenlogger unterstützt wird, sprechen Sie uns an und wir bemühen uns, Ihnen da weiter zu helfen.


2) Die Option "Daten auf externen Ausgängen über Modbus TCP ausgeben" erlaubt es bisher nur, bestimmte Module der Firma Advantech mit externen Ausgängen anzusteuern. Auch hier gilt, wenn Sie eine andere Hardware mit Daten versorgen wollen, sprechen Sie uns an.


3) Die Option "Modbus Schnittstelle für Zugriff auf das Gerät" ist etwas flexibler. Mit dieser Softwareerweiterung können Daten aus vom dydaqlog Datenlogger zur Verfügung gestellten Registern ausgelesen werden. Diese Register enthalten dann entweder 32 bit Fließkommawerte nach Norm IEEE 754 (für Analogkanäle und float Variablen) oder 0 oder 1 (für digitale Eingänge und bool Variablen).


Kurz zusammengefasst: Wenn Sie Daten von einem externen Messmodul via Modbus TCP einlesen wollen, brauchen Sie die Option 1, wenn Sie Daten von ihrem Datenlogger über das Modbus Protokoll an ein externes Gerät senden wollen, brauchen Sie dafür entweder Option 2 oder 3. Wenn Sie statt Modbus TCP Daten per Modbus RTU übertragen müssen, brauchen Sie bei den dydaqlog Datenloggern der älteren Baureihen 1 und 2 zusätzlich einen externen Umsetzer wie z.B. ein EKI-1221 der Firma Advantech. Die Geräte der Baureihe 3 unterstützen das einlesen und ausgeben von Daten über Modbus RTU von Hause aus.